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How to: Glutenfrei leben!

Diagnose Glutenunverträglichkeit. Und dann? Mona Joachimsen musste sich mit dem Thema auseinandersetzen. Seitdem ist sie permanent auf der Suche nach neuen, leckeren Rezepten mit glutenfreien Mehl-Alternativen. Sie hat viele wertvolle Tipps und leckere Rezepte für Euch!

Mona Joachimsen 3

Hallo, ich bin Mona und angehende Ernährungsberaterin. Ich interessiere mich seit einigen Jahren besonders für gesunde Ernährung und Sport. 

2013 wurde bei mir eine Glutenunverträglichkeit diagnostiziert und seitdem bin ich ständig auf der Suche nach neuen, leckeren Rezepten mit glutenfreien Mehl-Alternativen. 

Auf meinem Foodblog gibt es Rezepte für alle Geschmäcker und 100% glutenfrei! Gerne könnt Ihr mir auch auf Instagram bei @enjoyglutenfree folgen. Dort poste ich neben meinen eigenen Rezepten auch Rezepte von anderen glutenfreien Foodblogs.

Aber nun zu mir und Glutenfrei leben!

Ich kann mich daran erinnern als wäre es erst gestern gewesen. Vor dreieinhalb Jahren hatte ich einen Arzttermin, der mein Leben schlagartig verändert hat.

Nach dem Termin bin ich heimgekommen, die Diagnose "Glutenunverträglichkeit" im Gepäck und es war, als läge vor mir ein riesiger Abgrund voll bis oben hin mit Unwissen und Verzweiflung. Einerseits war ich froh, dass es endlich einen Grund für die ewigen Kopfschmerzen gab, andererseits konnte ich mit dem Begriff "glutenfrei" bis dahin ungefähr so viel anfangen wie mit "Amaranth" und "Teff". Maßlos frustriert bestand mein erstes Abendessen nach der Diagnose dann aus einem Stück Käse und ein paar Scheiben Gurke.

Die darauffolgenden Tage verbrachte ich dann mit Recherchen über glutenfreie Getreidealternativen und wo man diese herbekommt. Glücklicherweise befindet sich bei mir um die Ecke der Lagerverkauf von „QUERFOOD“, dem größten Online Shop für glutenfreie Lebensmittel. „QUERFOOD“ hat tatsächlich alles, was das glutenfreie Herz begehrt. Das hat mir die Suche nach glutenfreien Lebensmitteln natürlich um einiges erleichtert. Womit ich am Anfang allerdings am meisten Probleme hatte, war der Geschmack der glutenfreien Produkte. Mir kam alles immer viel zu trocken und viel zu süß vor. Vor allem beim Brot hat mich das auf die Dauer so sehr gestört, dass ich zeitweise komplett auf Brot verzichtet habe. In der Zwischenzeit habe ich allerdings eine super Marke aus Schweden entdeckt, die gute Backmischungen für Brote verkauft. Die Brote aus den „Finax“-Backmischungen kommen einem normalen Brot geschmacklich wirklich sehr nahe.

Heute, nach dreieinhalb Jahren glutenfreier Lebenserfahrung kann ich sagen, dass man sich wirklich daran gewöhnen kann, auch wenn es anfangs nicht so scheint. Es gibt wirklich alles, was man sich an glutenfreien Produkten wünschen kann und falls nicht, kocht oder backt man es eben selber!

Mit ein bisschen Übung klappt alles so, wie man sich das vorstellt. Mona Joachimsen

Aber zurück zum Anfang. Bei mir hat es einige Zeit gedauert, bis ich mich an alles gewöhnt habe. Um Euch Einiges an Aufwand zu ersparen, kommen nun ein paar Tipps, wie Ihr Eure Ernährung umstellen könnt, ohne unnötige Fehler zu machen.

Das Allerwichtigste bei einer Umstellung auf glutenfreie Ernährung ist, eine Kontamination mit Getreide zu vermeiden, egal ob im Kühlschrank, im Küchenschrank oder auf der Arbeitsfläche.

Glutenfreie Lebensmittel sind teuer und aus diesem Grund kann sich nicht jede Familie leisten, sich komplett glutenfrei zu ernähren, wenn zum Beispiel ein Kind an einer Glutenunverträglichkeit leidet.

In diesem Fall ist es wichtig, glutenfreie und glutenhaltige Lebensmittel stets getrennt aufzubewahren und zu verarbeiten.

Wie das funktioniert erkläre ich Euch in folgender Checkliste:

  • Teilt Eure Küche in einen glutenfreien und in einen glutenhaltigen Bereich auf. Glutenhaltige Lebensmittel dürfen nie im glutenfreien Bereich stehen und andersrum.
  • Bewahrt glutenfreie und glutenhaltige Lebensmittel wie Mehl oder Müsli in getrennten Regalfächern oder Schubladen auf.
  • Schafft Euch einen zweiten Toaster an, der nur für glutenfreies Brot benutzt wird. Eine billigere Alternative sind „Toastbags“, in denen Ihr glutenfreies Brot auch in einem "verseuchten" Toaster toasten könnt. Die „Toastbags“ gibt es bei „QUERFOOD“ oder im „GlutyFree Shop“!
  • Auf Eurem Frühstückstisch sollten zwei Brotkörbe, zwei Butterdosen und zwei Marmeladengläser stehen - am Besten mit Eurem Namen beschriftet, damit auch Gäste Bescheid wissen, welche Marmelade sie benutzen dürfen und welche nicht.
  • Auch beim Abspülen ist es wichtig, unterschiedliche Spülbürsten und Handtücher zu benutzen, weil sich kleine Körner oder Mehlreste gerne darin verfangen und es so leicht zu einer Kontamination kommen kann.
Mit diesen Tipps seid ihr für den Anfang perfekt ausgestattet und die Umstellung wird Euch garantiert leichter fallen als gedacht! Mona Joachimsen

Tolle Rezeptideen von mir für Euch:

So fängt der Tag einfach schon mal gut an!​

Pancakes sind meiner Meinung nach das beste Frühstück!


Was ihr dafür braucht:

300g Universalmehl von „Schär Mix It!“

3 Eier

etwa 300 ml Milch

1 TL Backpulver


So einfach geht´s:

Das Mehl mit der Milch verrühren, sodass ein cremiger, dickflüssiger Teig entsteht. Die Eier trennen, das Eigelb in den Teig geben und das Eiweiß aufschlagen, bis es fest ist. Das Backpulver in den Teig rühren, den Eischnee unterrühren - und fertig ist der Teig.

Nach Belieben könnt Ihr jetzt Früchte in den Teig schneiden. Meine persönlichen Lieblinge sind Bananen und Heidelbeeren, weil sie den Pancakes eine natürliche Süße verleihen. Dann einfach eine Suppenkelle Teig in eine mit Kokosöl eingeriebene Pfanne geben und braten, bis der Pfannkuchen leicht braun ist.

Mit diesem leichten Rezept werden sie ultra fluffig und weich, sodass man sie auch nachmittags noch essen kann.

Pancake

​Ein total schnelles und unkompliziertes Essen:

Blätterteig mit Lachs und Spinat


Was ihr dafür braucht:

1 Rolle Blätterteig von Schär

Spinat je nach Geschmack

Lachsfilets so viele ihr wollt

eine halbe Zitrone

1 Eigelb zum Bestreichen

Salz Pfeffer, Muskatnuss

 

So einfach geht´s:

Den Backofen auf 180 Grad bei Ober-/Unterhitze vorheizen und in der Zwischenzeit den Blätterteig auf einem Backblech ausrollen.

Den Teig auf beiden Seiten der Länge nach einritzen, damit man die Seiten später über den Lachs klappen kann. Dann den Spinat und die Lachsfilets in die Mitte geben, würzen und mit Zitronenscheiben belegen. Den Teig überklappen und für 25 Minuten in den Ofen.

Die Zeitangabe ist geschätzt, Ihr solltet nur ab und zu mal nachsehen, dass der Blätterteig an den oberen Ecken nicht zu dunkel wird.

Es schmeckt wirklich genauso gut wie es klingt!

Spinat Lachs Blaetterteig

Dieser superleckere Kuchen ist eine perfekte Erfrischung an warmen Sommertagen und passt perfekt zu jedem Anlass.

Obstkuchen mit Quarkcreme


Was ihr dafür braucht:

Boden:

5 Eiweiß

100 g Kokosblütenzucker

100 g gemahlene Mandeln

100 g gehackte Mandeln

 

Quarkcreme:

500 g Quark

2 Becher Sahne

2 EL Kokosblütenzucker

 

Für den Boden schlagt Ihr zuerst das Eiweiß mit dem Kokosblütenzucker steif, dann werden die Mandeln untergehoben und der Teig bei 170°C für etwa 45 Minuten gebacken.

In der Zwischenzeit könnt Ihr schon einmal die Creme zubereiten. Dafür schlagt Ihr die Sahne steif, hebt sie unter den Quark und rührt den Kokosblütenzucker ein - zack, fertig!

 

Den Boden abkühlen lassen, mit der Quarkcreme bestreichen und dann einfach mit dem Obst Eurer Wahl dekorieren.

Auch wenn's mal schnell gehen muss, der Kuchen gelingt immer!

Obstkuchen

Viel Spaß beim Nachkochen und

guten Appetit!

Text & Fotos: Mona Joachimsen


Die LOOK Redaktion

Claudia Niebauer & Doris Melchner

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