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Galeristin Andrea Madesta im Interview

Andrea Madesta will mit ihrer Galerie alle ansprechen, die Kunst lieben. Mit Look sprach die Regensburger Galeristin über ihre Ziele, Zukunft und Gegenwart.

Was waren die Meilensteine ihres beruflichen Werdegangs?

Ich wollte von Anfang an Kunstgeschichte studieren und habe mein Studium und meine Promotion mit dem Ziel verfolgt, in der internationalen Kunstszene Fuß zu fassen. Als ich dann meine erste Direktorenstelle in Österreich angetreten habe, war das ein großartiger Moment. Die Übernahme der Galerie ist für mich ein weiterer großer Schritt. Jetzt habe ich die Möglichkeit, aufbauend auf meinen Kontakten und Erfahrungen, aktuelle Kunst nochmals ganz anders zu zeigen. 

Welches Publikum möchten Sie ansprechen?

Alle die, die Kunst lieben.  

Gibt es bei Ihnen so etwas wie eine kulturelle Verantwortung, Vermittler von Kunst zu sein?

In jedem Fall sehe ich die Vermittlung von Kunst als eine zentrale Aufgabe in der Galeriearbeit. Kunst bedarf der Kommunikation! Ich fühle mich verantwortlich für die Künstler und die Kunstwerke, die ich zeige. Gerne möchte ich das Publikum hierfür auch sensibilisieren und die Bedeutung der verschiedenen künstlerischen Positionen vorstellen und sichtbar machen. 

Wie und wonach suchen Sie die Künstler aus? Gibt es einen roten Faden?

Der gemeinsame Nenner ist immer die Qualität. Dann achte ich auch darauf, dass im zeitgenössischen Programm auch die Frauen hinreichend repräsentiert sind, siehe die Ausstellung „Frauenzimmer“ im vergangen Jahr. Neben den anerkannten Positionen zeige ich auch immer wieder junge Talente, die mir besonders imponieren.  

Sie haben bestimmt auch Favoriten? Gibt es Arbeiten, die sie auf besondere Weise berühren?

Ja, selbstverständlich. Meine Freude besteht darin, diese Werke dann so unmittelbar um mich zu haben. Darüber hinaus gibt es für mich aber auch immer neue und spannende Entdeckungen zu machen, mit jedem Werk, das in die Galerie kommt. 

Welche aktuellen Entwicklungen auf dem Sektor Kunst finden Sie besonders spannend?

Mir gefällt natürlich sehr, dass Kunst heute eine so prominente Rolle spielt, sowohl in Form von Ausstellungen als auch im Kunstmarkt. Auch die Tatsache, dass es zunehmend große private Sammlungen gibt, finde ich sehr spannend.   

Die Zukunft der Galerie Andrea Madesta: Was kommt demnächst auf uns zu?

Die Projekte sind am Start: Es werden dieses Jahr zwei wichtige Künstler aus New York kommen, darauf freue ich mich jetzt schon. Dann werde ich eine Ausstellung mit Martin Wöhrl aus München zeigen, den ich sehr schätze. Aber auch die Ausstellung mit dem britischen Künstler Paul Morrison stellt ein echtes Highlight dar. Derzeit bin ich in Verhandlung über eine feine, kleine Ausstellung mit Werken von Arnulf Rainer, die ich gemeinsam mit Übermalungen von dem in Italien lebenden Thomas Lange zeigen möchte.

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