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Sent From The Galaxy – das neue Album von Markus Guentner

Der Regensburger Musiker und DJ komponierte schon für Hollywood. Heute erscheint sein neues Album "Empire" und überzeugt durch spacige Sounds und tiefe Klänge.

Monolithisch, Organisch, Klassisch

...so würde Markus Guentner sein neuestes Werk in drei Wörtern beschreiben. Wir finden dafür noch ein paar mehr: virtuos, entspannend, fließend, futuristisch, tief...

"Empire" heißt das neue Album und ist ab heute u.a. bei Bandcamp und über JUNOrecords erhältlich. Neben der Musik besonders: die Optik. Denn als würde eine stylishe schwarze Vinylplatte noch nicht reichen, gibt es diese auch in marmorierten, transparenten Orange. Für alle ohne Plattenspieler ist jedoch noch zusätzlich der Download-Link mit dabei. 

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Um seinen Erfolg macht der Regensburger Markus Guentner keinen großen Wind, wobei er das zu Recht könnte. Er hat einige Soundtracks für Kurzfilme gemacht, außerdem einen Teil der Musik für das Science-Fiction-Drama „Equals“ mit Kristen Stewart geschaffen. Der Film hat bei den Festspielen in Venedig 2015 den Award für den besten Soundtrack bekommen. Seine Kompositionen waren auf einer Modenschau von Kenzo zu hören, bei Fashion Weeks und als Titelmelodie einer Markus-Kavka-Sendung im ZDF. Zwischendurch gibt es für ihn immer wieder persönliche Highlights wie z.B. Auftritte in der Ukraine und in Polen. Inzwischen hat er allerdings auch schon eine Anfrage für einen Soundtrack zu einem amerikanischen Kurzfilm bekommen, den er komplett komponieren und produzieren wird.

Den Stil seines neuen Albums "Empire" ordnet Markus Guentner der Richtung "Ambient" zu, wobei die Richtungen "Neo-Klassik" oder "Modern Classic" hier auch sehr zutreffend wären. Die klassischen Instrumente wie Cello, Harfe und Piano stehen im Vordergrund. Trotz der vielen elektronischen Elemente und Bearbeitungen klingt es weniger wie elektronische Musik, sondern viel mehr nach klassischen Kompositionen. Außerdem baut er Alltagsgeräusche dezent mit ein: ein Knistern hier (z.b. von Laub), ein Klackern dort (von Steinen und Kiesel) und auch Regen-/Fluss- und Bachgeräusche. In dem Album stecken viele kleine Field-Recordings, die aber zum Teil gar nicht mehr als solche wahrnehmbar sind, da sie sehr stark verfremdet und bearbeitet wurden. Monolithisch, Organisch, Klassisch – am besten man macht sich selbst ein Bild von "Empire", wir können diese Eindrücke jedenfalls teilen!

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Spacig wie seine Musik: das Cover von Markus Guentners neuem Album "Empire"
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Markus Guentner überreichte Claudia Niebauer (LOOK Redaktion) sein neues Album

Text: Valerie Fischer, Fotos: Claudia Niebauer, A strangely isolated place

Die LOOK Redaktion

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